|
| |
| |
| | Kaninchen als Geschenke

Kaninchen sind keine geeigneten Haustiere für Kinder

Jedes Jahr zu Weihnachten werden unzählige Kaninchen an Kinder verschenkt, ohne dass die Eltern sich vorher umfassend über die erforderlichen Haltungsbedingungen kundig machen. Das Resultat ist, dass Kaninchen in Kinderzimmer-Ecken jahrelang ohne Rücksicht auf ihre Bedürfnisse in viel zu kleinen Käfigen, zumeist ohne Artgenossen, hinvegetieren. Oder aber die Weihnachtsgeschenke werden langweilig und sodann in den eh überfüllten Tierheimen abgegeben oder sogar ausgesetzt.

Aus vorgenannten Gründen weist der Verein Bunny Hilfe e. V. darauf hin, dass Kaninchen für Kinder ungeeignet sind.

Die artgerechte Haltung von Kaninchen ist zeit- und arbeitsintensiv und erfordert darüber hinaus vielfältige Kenntnisse in Pflege, Ernährung und Gesundheitsvorsorge.
Grundsätzlich ist eine annährend artgerechte Haltung nur in einem Außengehege möglich. Im Kinderzimmer definitiv nicht!

Kaninchen sind sozial lebende Tiere und sollten niemals einzeln gehalten werden. Dementsprechend viel Raum brauchen sie.
Sie sind anspruchsvolle Mitbewohner, die Arbeit machen, da ihr Käfig mindestens 2 mal wöchentlich gereinigt werden muß.
Sie benötigen täglich frisches Wasser und eine ausgewogenen Ernährung.
Täglich ist ihnen unter Aufsicht mindestens 1 1/2 Std. Freilauf zu gewähren.

Sie sind zwar preiswert in der Anschaffung, aber die Haltungskosten sind recht hoch. Die im Handel gängigen Käfige sind zu klein, ein angemessener Käfig kostet ca. 100,00 Euro. Die Kastration eines Tieres kostet ca. 50,00 Euro, die notwendigen Impfungen ca. 40,00 Euro für zwei Tiere. Die laufenden Haltungskosten für Einstreu, Heu, Kraftfutter und frischem Grünfutter liegen durchschnittlich bei 20,00 Euro pro Monat.

Zum Spielen für Kinder sind eher Katze oder Hund geeignet, da Kaninchen sich grundsätzlich ungern hoch heben lassen, geschweige denn durch die Gegend geschleppt werden. Da sie Fluchttiere sind, können sie auch beissen, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Ihr Körperbau ist so zart, dass ein argloser Umgang, z.B. durch Runterfallen, Einquetschen in Türen o. ä., lebensgefährlich für sie ist.

Bitte bedenken Sie auch, dass Kinder das nötige Verantwortungsgefühl für die Erfordernisse einer artgerechten Haltung nicht haben können. Es kann nicht erwartet werden, dass das Kind von allein daran denkt, die Tiere zu füttern, zu versorgen und den Käfig regelmäßig zu reinigen. Den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren kann ein Kind nur von den Eltern lernen, und diese haben für das Wohl des Tieres zu sorgen!

© Birgit Gehr
| | |
|