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| | Notfall Menden vom Dezember 2006

Das Jugendamt würde eine Frau betreuen, die knapp 17 Kaninchen halten würde und total überfordert sei. Da die zuständige Betreuerin vom Jugendamt derzeit aber wohl verhindert sei und ihr Kollege jetzt die Betreuung übernommen hat, sah er sich umgehend in der Pflicht, den örtlichen Tierschutzverein, die Mendener Tierhilfe darüber in Kenntnis zu setzen. Die Mendener Tierhilfe, die finanzielle Unterstützung von der Stadt Menden bekommt, sah aber in keiner Weise irgendeine Notwendigkeit, sich die Situation vor Ort überhaupt mal anzusehen, sondern verwies sofort an uns. Unsere Anfrage bei der Mendener Tierhilfe, ob man in dieser Sache nicht zusammenarbeiten könnte wurde mit der Antwort quittiert "...glauben Sie etwa, Sie wären die Einzigen, die Kaninchen in ihrer Obhut hätten? Wir haben auch derzeit 8 Kaninchen in den Pflegestellen..." 8 Kaninchen, die BunnyHilfe hat die 10-fache Anzahl!

Wir machten uns also umgehend am 08.12. ein Bild vor Ort und unsere schlimmsten Erwartungen wurden übertroffen. Die Wohnung der Besitzerin befindet sich im zugigen Dachgeschoß eines Mehrfamilienhauses. Wir betraten den Flur, in dem es kein Licht und auch kein Fenster gab. Der Herr vom Jugendamt hatte aber eine Taschenlampe dabei. Und dann sahen wir die Kaninchen. Untergebracht in Mini Hamsterkäfigen, knapp 30 x 20, der Boden schwamm vor Urin, in Transportboxen mit Wasserflasche vorne dran, in einer Holzkiste die oben offen war und in drei anderen, etwas größeren Käfigen. Wir zählten allerings nur 12 Kaninchen. Wo waren die anderen Tiere? Völlig kleinlaut schob die Besitzerin dann einen Bretterverschlag, der den dahinterliegenden Bereich des Flures abgrenzen sollte, zur Seite. In der völligen Dunkelheit dahinter, schaute ein Kaninchenkopf um die Ecke. Wir krochen in den hinteren Bereich. Auf dem Boden überall ausgelegte Zeitung, um uns huschten in der Dunkelheit Kaninchen. An der Wand stand eine Truhe. Sie war von allen Seiten zu. Auch oben lagen Bretter drauf. Wir nahmen die Bretter von der Truhe und uns stockte der Atem. Aus der Truhe blinzelten 4 Paar Kaninchenaugen in das Licht unserer Taschenlampe.

Wir wollten uns eigentlich nur ein Bild vor Ort machen und dann entscheiden, was zu tun ist. Die Entscheidung fiel umgehend. Wir packten die 4 Kaninchen aus der dunklen Truhe ein. 4 Weibchen, eins davon hochträchtig, ebenso räumten wir den anderen Bretterverschlag, Hamsterkäfig und Transportboxen und kamen auf insgesamt 13 Tiere, die dann in unseren Boxen saßen. Da uns zu dem Zeitpunkt aber nur Stellen für 10 Tiere zur Verfügung standen, mußten wir es schweren Herzens dabei belassen. Die übrigen Kaninchen saßen zu zweit in einem 1 x 0,50 Käfig und ein einzelnes Weibchen in einem ebenso großen Käfig. Alle Verschläge waren leer, nur noch hinter der Bretterwand liefen die Kaninchen frei herum. Übrigens diverse unkastrierte Böcke und zumindest eine Häsin. Laut Aussage der Besitzerin würden hinter der Bretterwand 4 Kaninchen leben. Macht mit den Käfigtieren noch insgesamt 7 Kaninchen die dort unbedingt raus müssen.

Von der Dringlichkeit her ist dieser Fall weitaus höher einzustufen, als der Notfall in Balve.
Bitte helft uns, die restlichen 7 Zwergkaninchen dort rauszuholen.

Eigentlich wollten wir Bilder vor Ort machen, doch die Frau war dermaßen beschämt und kleinlaut, sie tat uns einfach sehr leid. Sie sagte mit leiser Stimme immer wieder, dass sie wüßte, dass es nicht in Ordnung sei mit ihrer Haltung. Die gesamte Haltung und die Stimme der Frau sagten aus, dass sie am Liebsten im Boden versunken wäre vor Scham, auch als wir ihr sagten, dass alle Tiere weg müßten und sie nur zustimmend leise "ja" sagte.
Unser Anstand gebot uns, diese Frau durch Bilder nicht noch weiter zu beschämen.

Bitte helft diesen Tieren und gebt uns die Möglichkeit, die Tiere bei Euch unterzubringen.

Zusammen mit dem Balve Notfall stehen jetzt 14 Kastrationen an von Tieren, die sich bereits in unserer Obhut befinden. Die Böcke, die sich noch in der Mendener Haltung befinden nicht mitgerechnet.
Von der Stadt Menden werden wir dafür keinen Cent sehen, denn das Tierschutzgeld bekommt ja die Mendener Tierhilfe, die dieser Fall in keiner Weise interessiert hat.

Wer gerne eine Kastrationspatenschaft übernehmen möchte, kann dies über info@bunnyhilfe.de tun.
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