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Myxomatose - Krankheitsverhütung durch Impfung

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Die Myxomatose ist eine Kaninchenseuche, die seit 1952 in Europa vorkommt. Diese Kaninchenerkrankung wird durch einen Virus hervorgerufen.

Ursache der Myxomatose
Das Myxomatosevirus kommt nur bei Haus- und Wildkaninchen vor. Wildkaninchen bilden ein natürliches Reservoire für das Vorkommen des Erregers. Daneben ist der Erreger mehrere Monate in Stallungen, an Gerätschaften usw. lebensfähig.

Folgen der Myxomatose
Durch hochvirulente Viren verenden ungeschützte Tiere bis zu 100 %, schwachpathogene Viren rufen ca. 20 % Todesfälle hervor. Typisch für die Myxomatose sind Unterhautödeme (Myxome). Die Krankheit kann aber auch atypisch verlaufen.

Übertragung der Myxomatose
Blutsaugende Insekten, insbesondere Stechmücken und Kaninchenflöhe, sind Zwischenträger für die Übertragung des Myxomatosevirus. Kontaktinfektionen sind vom erkrankten zum gesunden Kaninchen sowie über verseuchtes Grünfutter, Fliegen, Arbeitsgeräte und durch den Umgang des Züchters mit kranken Tieren möglich.

Schutzimpfung gegen Myxomatose
Neben Maßnahmen gegen die Zwischenträger, wie Anbringen von engmaschiger Gaze vor den Ställen oder Verwendung geeigneter Insektizide, ist die Durchführung von vorbeugenden Impfungen die Methode der Wahl. Die Myxomatose tritt häufig unabhängig von der Jahreszeit auf, daher sind ein ständiger Schutz der Zuchttiere und die regelmäßige Impfung der Jungtiere notwendig. Die Anwendung der Impfstoffe gegen Myxomatose erfolgt entweder subkutan im Bereich der Brustwand oder mit einem speziellen Injektor (DERMOJET) intrakutan am Ohr. Die intrakutane Immunisierung bringt im Vergleich zur subkutanen Anwendung eine bessere Wirksamkeit. Die Grundlage dafür bildet ein Impfmodus, der einer natürlichen Myxomatoseinfektion durch Stechmücken oder Flöhe nahe kommt und einen zielgerichteten Schutz gegen das Myxomatosevirus aufbaut.

Bei der Durchführung der Impfungen ist darauf zu achten, dass in gefährdeten Gebieten die Jungtiere bereits frühzeitig, d.h. im Alter von 4 - 6 Wochen, geimpft werden. Eine Wiederholungsimpfung nach 4 Wochen erhöht die Schutzwirkung und ist besonders dann notwendig, wenn ein hoher Infektionsdruck besteht. Die Nachimpfung der Zuchttiere wird unter diesen Bedingungen aller 4 - 6 Monate empfohlen. Die vorbeugende Impfung von Kaninchen in Gebieten ohne entsprechenden Infektionsdruck kann durch eine Erstimpfung in der 6. - 10. Lebenswoche und regelmäßige Nachimpfungen aller 6 - 9 Monate erfolgen.

Die Wirksamkeit von Impfungen kann durch ungünstige Haltungsbedingungen sowie durch Kokzidien- und Parasitenbefall oder versteckte bakterielle Infektionen negativ beeinflusst werden. Mit diesen Erregern belastete Tiere reagieren nur mit einer ungenügenden Ausbildung von Abwehrstoffen, was den Wert einer Impfung erheblich einschränkt.

Die Entwicklung und Herstellung von Kaninchenimpfstoffen verfolgen das Ziel, für die Tiere hoch wirksame Mittel zur Verhütung von Infektionskrankheiten zur Verfügung zu stellen. Für den Erfolg von Impfungen ist neben der Beachtung von wissenschaftlichen, technischen und rechtlichen Bedingungen ein vertrauensvolles Miteinander von Besitzer und Tierarzt entscheidend.

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